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THE BLUE FLAGSHIPS – SAXY SWINGIN’ 40’s
RHYTHM & BLUES
Die wohl renommierteste europäische Bluesband – die Mojo Blues
Band aus Wien - verdankte einen grossen Teil ihres Erfolges in den Neunzigern
dem Kontrabassisten Dani Gugolz und dem Schlagzeuger Peter Müller.
Seit den frühen fünfziger Jahren hatte man keine solche federhart
und betonleicht swingende Rhythm-Section in einer Bluesband mehr gehört.
Die Europäer schafften es sogar in amerikanische R&B-Charts!
Der urbane Rhythm and Blues der Vierziger und frühen Fünfziger
war eine Klavier- und Saxophon-betonte Musik, die – vorwiegend von
äusserst fähigen Jazzmusikern gespielt – für das
rein schwarze Ausgehpublikum eine Tanz- und Gebrauchsmusik darstellte.
Mit dem Rückzug des Jazz aus den Tanzdielen auf die Konzertbühne
und dem Siegeszug des Rock n’Roll geriet diese äusserst zugängliche
Spielart des Blues in den Hintergrund. In Europa sind es sogar bis heute
nur wenige Spezialisten, die sich in dieser Stilart wirklich auskennen.
Der elektrische Gitarrenblues überdeckte die Wahrnehmung des Publikums
ab den sechziger Jahren vollends.
Nach einer kleinen, vom Zürcher Promotor und Saxophonisten Duke Seidmann
organisierten Tournee mit Legenden wie Red Holloway, Carrie Smith und
dem über achtzigjährigen Jimmy Coe entschied die ad hoc für
die "Legends of Rhythm and Blues" engagierte Begleitband, sich
als feste Gruppe zu formieren. Mit dem renommierten Arrangeur und Pianisten
David Ruosch war der harte Kern der "BLUE FLAGSHIPS" beieinander.
Als zweiter Saxophonist konnte bald schon der versatile Wendelin Salzmann
gewonnen werden. Der Sänger Tommie Harris - eine echte Koryphäe
des Blues aus Alabama - komplettierte die "BLUE FLAGSHIPS".
Tommie lebt seit vielen Jahren in Deutschland und ist einer der wenigen,
die
den "vor-elektrischen", urbanen Blues, wie er in den Vierzigern
gepflegt wurde, noch original beherrschen.
Inzwischen tourt die Band mit wachsendem Erfolg durch die Schweiz und
Deutschland und trat auch mit Legenden wie Fleetwood Mac-Mitgründer Jeremy
Spencer und dem texanischen Übervater des Blues-Shouting: Jimmy "T99"
Nelson auf. Ihre erste CD erntete in Fachkreisen höchstes Lob.
Was erwartet den Zuhörer? Rollende Boogies, peitschende Sax-Riffs,
swingende Blues-Vocals, stampfende R&B-Beats, subtiles Timing, au-genzwinkernde
Duette, virtuose Klavierläufe, charmante Ansagen, unbekannte Trouvaillen,
aber auch beliebte Standards...alles immer sehr tanzbar und unterhaltsam.
Dem Publikum – ob Kenner oder nicht – gefällt’s
ausnahmslos. Das hat viel damit zu tun, dass man den Bühnenprofis
durchs Band anmerkt, wie viel Spass sie bei allem musikalischen Anspruch
an dieser neu belebten Musik haben. |